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Aus Pressemitteilung der Leipziger Buchmesse
Februar 2006:
Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse
2006
in der Kategorie Belletristik
„Warum du mich verlassen hast“ erzählt die
Geschichte des fünfzehnjährigen
Marko, der sein Dasein in einem katholischen
Internat am Niederrhein fristet, mit seinen
Freunden Motte, Tilo und Onni über Gott und die
Welt philosophiert, von „Mädchen aus Versailles“
und „Frauen an großen Flüssen“ träumt und der
sich immer dann in die Welt der Literatur
flüchtet, wenn die Wirklichkeit zu sehr nach
Schulkantine schmeckt… In dem Sommer, als auch
Markos kleiner Bruder Robert aufs Collegium
Aureum kommen soll, erhärtet sich sein Verdacht,
daß etwas mit der Ehe seiner Eltern nicht
stimmt. Zugleich passieren in diesem Schuljahr
weitere verstörende Dinge: das geheimnisvolle
„Buch der Ordnungen“ taucht auf und Markos
nächtliche Gespräche mit seinem Lieblingslehrer,
Bruder Gregor, brechen ab. Und plötzlich wird
Marko zum Botschafter einer Wahrheit, die sein
Leben, zumindest das in der Schule,
grundsätzlich ändern sollte…
Paul
Ingendaays Roman „Warum du mich verlassen hast“
ist ein Buch, das sich auf vielen Ebenen lesen
läßt: Es ist ein Bildungsroman, ein
Generationsroman (besonders für jene Leser, die
Anfang der Sechziger geboren sind), eine
Internatsgeschichte, eine Coming-of-age-novel,
ein Klosterkrimi, ein Buch über Bücher – ein
philosophischer Roman. Das Buch ist leicht,
spannend und witzig zu lesen und hält dabei
immer höchstes Niveau, sowohl erzählerisch als
auch gedanklich. Der Roman erinnert an Musils „Törleß“
ebenso wie an Ecos „Der Name der Rose“ an
Patricia Highsmith, an amerikanische Erzähler
wie Tobias Wolff, und, in der Schilderung
rheinisch-katholischen Bürgertums, stellenweise
gar an Heinrich Böll…. Er macht Lust, die
Klassiker der Jugendliteratur wie „Robinson
Crusoe“ und „Huckleberry Finn“ wiederzulesen,
aus denen raffiniert zitiert wird, aber auch
Alain-Fournier und Proust, Fitzgerald und
Dostojewskij, Seneca und John Donne…. Er macht
ebenso Lust, Maria Callas’ „Casta diva“
wiederzuhören wie David Bowies „Sound and
Vision“.
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